

Kurzfazit: Der Ultrahuman Ring Pro hat mit bis zu 15 Tagen die längste Akkulaufzeit aller Ringe im Test, kommt ohne Abo aus und bringt die KI-Assistentin Jade mit. Dafür kostet er rund 479 Euro und fällt deutlich dicker aus als der Vorgänger. Wer Datentiefe und Akku will und den Preis akzeptiert, bekommt hier das Maximum an Laufzeit.
Hinweis zur Methodik: Wir bewerten auf Basis ausgewerteter unabhängiger Tests, Herstellerangaben und Nutzerberichte, nicht auf Basis eigener Labormessungen. Preise sind Momentaufnahmen und schwanken.
Der Ultrahuman Ring Pro ist die dritte Generation der Marke und musste komplett neu konstruiert werden, nachdem der Vorgänger Ring Air wegen eines Patentstreits mit Oura zeitweise in den USA vom Markt genommen war. Das Titan-Unibody-Gehäuse mit PVD-Beschichtung ist in vier Farben erhältlich und laut Tests deutlich kratzfester als frühere Ultrahuman-Ringe. Der Preis dafür: Der Ring Pro fällt spürbar dicker aus als der Air und wird in mehreren Tests, etwa bei T3, als „klobig“ beschrieben.
Die auffälligste Verbesserung ist der Akku: Statt vier bis sechs Tage beim Ring Air verspricht der Pro bis zu 15 Tage Laufzeit – aktuell der Bestwert unter allen getesteten Ringen. Ein neues Ladecase liefert zusätzlich bis zu 45 Tage Reserve unterwegs und bietet eine „Find My Case“-Funktion sowie kabelloses Laden per Qi-Ladepad.
Ein überarbeiteter Herzfrequenzsensor und ein neuer Dual-Core-Prozessor sollen die Datenqualität vor allem im Schlaf verbessern. Neu hinzugekommen sind Schnarch-Tracking und nächtliche AFib-Trends. Mit Jade führt Ultrahuman zudem eine KI-Assistentin ein, die Gesundheitsdaten in Echtzeit statt nur rückblickend auswertet – ein Novum in diesem Marktsegment, das auch Nutzern des älteren Ring Air ohne Aufpreis zur Verfügung steht.
Mehrere Testredaktionen, darunter PC-WELT und TechAdvisor, loben zwar die Gesamtleistung, kritisieren aber den hohen Einstiegspreis und weisen darauf hin, dass die Software-Funktionen weitgehend denen des günstigeren Ring Air entsprechen. T3 sieht zudem beim automatischen Erkennen von Trainingseinheiten weiterhin Nachholbedarf gegenüber dem Oura Ring 5.
Der Ring Air bleibt im Handel und ist deutlich günstiger. Er ist dünner und leichter, hat aber nur vier bis sechs Tage Akkulaufzeit, und laut Tests entsprechen die Software-Funktionen weitgehend denen des Pro. Wer vor allem sparen will, fährt mit dem Air gut. Wer weniger laden und die neue Sensorik will, nimmt den Pro.
Der Vorgänger Ring Air war wegen eines Patentstreits mit Oura zeitweise in den USA nicht erhältlich, deshalb musste Ultrahuman den Pro neu konstruieren. Für Käufer in Deutschland ist vor allem wichtig, vor dem Kauf die Verfügbarkeit im Shop des Herstellers oder im Handel zu prüfen, weil sich der Stand schnell ändern kann. Wir haben hier nur die Angaben aus den ausgewerteten Tests verwendet.
Gegen den Oura Ring 5 spricht der höhere Preis ohne klaren Software-Vorsprung, für ihn die Akkulaufzeit und das fehlende Abo. Gegen den RingConn Gen 3 spricht der Preis und die Dicke, für ihn der Tag mehr Akku und die Jade-Auswertung. Im Überblick findest du alles im Ratgeber zu Ringen ohne Abo.
Nein, es besteht keine Abo-Pflicht.
Bis zu 15 Tage laut Hersteller. Das Ladecase liefert zusätzlich bis zu 45 Tage Reserve.
Mehrere Tests, etwa bei T3, beschreiben ihn als klobiger als den Ring Air. Probiere vor dem Kauf die Größe mit dem Sizing-Set des Herstellers aus.
Prüfe vor dem Kauf die aktuelle Kompatibilität beim Hersteller, da sich der Stand ändern kann.
Für alle, die eine möglichst lange Akkulaufzeit und tiefgehende Gesundheitsdaten ohne Abo wollen und den höheren Preis nicht scheuen, ist der Ring Pro aktuell das ausgereifteste Ultrahuman-Modell. Wer in erster Linie sparen möchte, findet im weiterhin erhältlichen Ring Air eine günstigere Alternative mit nahezu identischer Software.
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